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Fragen an die künstlerische Forschung

Text: w/k-Redaktion | Bereich: Allgemeines über „Kunst und Wissenschaft“

Übersicht: Die geplante Debatte über die künstlerische Forschung nimmt Form an: Die Fragebögen für Künstlerinnen, die sich als künstlerische Forscherinnen verstehen, und für Wissenschaftlerinnen, die auf Konzepte der künstlerischen Forschung zurückgreifen, werden vorgestellt.

Dieser Text bildet die letzte Etappe zur Vorbereitung einer längerfristig angelegten Pro-und-Contra-Diskussion über Konzepte der künstlerischen Forschung (Artistic Research). Vorausgegangen sind die Liste der Zeitschriften aus diesem Umfeld und der Artikel Künstlerische Forschung: Was ist das? Der letztere Beitrag wird hier als bekannt vorausgesetzt. Angelika Boeck legt darin ihr Verständnis von künstlerischer Forschung dar, und Peter Tepe hat einige Definitionen von künstlerischer Forschung aus der Fachliteratur ausgewählt. Auf diese wird in folgender Form verwiesen: (Zitat 8); die bibliographischen Angaben finden sich im angegebenen Text. Die w/k-Kernredaktion strukturiert nun die geplante Debatte und formuliert die von den Teilnehmerinnen[1] zu beantwortenden Fragen.

Rückgriffe auf Konzepte der künstlerischen Forschung gibt es sowohl bei Künstlerinnen als auch bei Wissenschaftlerinnen. Auf Ebene 1 soll möglichst vollständig erfasst werden, was Künstlerinnen unter künstlerischer Forschung verstehen und zu welchen Formen der Kunst das führt. Entsprechend soll auf Ebene 2 möglichst vollständig herausgearbeitet werden, was Wissenschaftlerinnen unter künstlerischer Forschung verstehen und zu welchen Formen der Wissenschaft das führt.

Die w/k-Diskussion wird sich auf die Ebenen 1 und 2 konzentrieren. Sie wird sich also nicht oder nur am Rand mit der institutionellen Umsetzung von Konzepten künstlerischer Forschung beschäftigen, wie sie im folgenden Zitat angesprochen wird:

„Künstlerische Forschung, Artistic Research, und die damit einhergehenden verschiedenen Begriffsabwandlungen sind zu vielfach zitierten ebenso wie hinterfragten Schlagwörtern geworden, die Eingang gefunden haben in die Reflexion und Praxis von Kunsthochschulen, wissenschaftlichen Institutionen sowie von (europäischen) Politikleitlinien zur Kultur und Kreativwirtschaft. Sie führen zur Gründung von neuen Instituten, Journals, Gesellschaften, Förderprogrammen usw.“ (Zitat 1)

Mit der institutionellen Umsetzung von Konzepten künstlerischer Forschung (und von andersartigen Ansätzen) befasst sich die w/k-Reihe Schnittstelleninstitutionen: Im ersten Beitrag dieser Art wird die Berliner Hybrid Plattform vorgestellt.

Ebene 1: Künstlerinnen verstehen sich als künstlerische Forscherinnen

Innerhalb der Kunst im Allgemeinen und der bildenden Kunst im Besonderen haben sich im Laufe der Zeit viele Richtungen, Strömungen, Stile herausgebildet. Als Beispiele seit dem 19. Jahrhundert können genannt werden: Naturalismus, Impressionismus, Expressionismus, Konstruktivismus, Surrealismus, Land Art, Konzeptkunst. Künstlerinnen nehmen häufig eine Zuordnung zu einer dieser Richtungen vor: A betrachtet sich als Vertreter des Impressionismus, B des Expressionismus, C des Surrealismus, D der Konzeptkunst usw. Wenn nun eine Künstlerin sich als künstlerische Forscherin sieht und bezeichnet, so stellt dies eine vergleichbare Selbstzuordnung dar. „Ich sehe mich als künstlerische Forscherin“ ist demnach mit „Ich sehe mich als Konzeptkünstlerin“ vergleichbar, „Ich bin ein Vertreter der künstlerischen Forschung“ mit „Ich bin ein Vertreter des Surrealismus“ usw. Jeder Künstlerin steht es frei, sich einer bestimmten Kunstströmung oder mehreren Strömungen gleichzeitig zuzuordnen.
Daher besteht auf Ebene 1 zunächst einmal gar kein Anlass, eine Pro-und-Contra-Diskussion zu führen; auf Ebene 2 verhält es sich, wie man noch sehen wird, anders. Auf Ebene 1 besteht primär Klärungsbedarf: Herausgefunden werden soll, was genau verschiedene Künstlerinnen unter künstlerischer Forschung verstehen. Zu diesem Zweck haben wir folgenden Fragebogen entworfen:

Fragebogen für Künstlerinnen, die sich als künstlerische Forscherinnen begreifen

1. Welches Verständnis von künstlerischer Forschung liegt bei Ihnen vor? Gebeten wird um eine möglichst genaue Beschreibung, die alle aus Ihrer Sicht wesentlichen Aspekte erfasst.

2. Seit wann rechnen Sie sich der Richtung künstlerische Forschung zu, und in welche andere Kunstrichtung(en) ordnen Sie Ihre früheren künstlerischen Arbeiten ein?

3. Falls Sie sich auf bestimmte Theorien oder Methoden der künstlerischen Forschung stützen, welche sind das?

4. Welche Thesen und Argumente dieser Theorien oder Methodologien der künstlerischen Forschung halten Sie für richtig bzw. für fruchtbar?

5. Erläutern Sie den Stellenwert, den die beiden ausgewählten Abbildungen Ihrer Arbeiten für Ihre der künstlerische Forschung verpflichtete künstlerische Programmatik haben.

Angelika Boeck hat aus ihren Ausführungen in Künstlerische Forschung: Was ist das? Antworten auf die fünf Fragen gewonnen, die von den anderen Künstlerinnen als Muster verwendet werden können. Runde 1 der VAST-Diskussion dient als Vorbild für diese Publikationen; pro Runde 
sollen drei bis fünf ausgefüllte Fragebogen veröffentlicht werden. Links zu weiteren Informationen können am Ende eines solchen kurzen Beitrags hinzugefügt werden. Die Form des Fragebogens wurde gewählt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu vergrößern. Mit der Zeit wird so ein repräsentativer und verlässlicher Überblick über die von Künstlerinnen vertretenen Positionen der künstlerischen Forschung gewonnen.

Das w/k-Interesse besteht auf Ebene 1 auch darin herauszufinden, welche künstlerischen Forscherinnen für w/k relevant sind. In einigen Fällen handelt es sich gemäß unserer Terminologie um Grenzgänger und/oder um wissenschaftsbezogen arbeitende Künstlerinnen und/oder um Kooperationen von Künstlerinnen mit Wissenschaftlereinnen/Technikern/Firmen. Den für das w/k-Programm relevanten künstlerischen Forscherinnen bieten wir dann Beiträge an, in denen sie ihre künstlerischen und in einigen Fällen auch wissenschaftlichen Positionen genauer darlegen können.

Ebene 2: Wissenschaftlerinnen greifen auf Konzepte der künstlerischen Forschung zurück

In der Diskussion sollen alle Varianten eines solchen Rückgriffs erfasst und genauer beleuchtet werden. Gegenwärtig sehen wir zwei Varianten (diese Liste lässt sich bei Bedarf problemlos erweitern): Die einen streben letztlich eine Theorie an, die wir als Theorie der künstlerischen Forschung bezeichnen; die anderen betrachten die künstlerische Forschung primär als Methode, nicht als Theorie, und sie sind primär daran interessiert, die Methodologie der künstlerischen Forschung in ihrer praktischen wissenschaftlichen Arbeit anzuwenden.

Zu Variante 1: Einige streben explizit oder implizit den Aufbau einer Theorie der künstlerischen Forschung an. Eine solche Theorie wird in der Regel mit wissenschaftlichem Anspruch vertreten; Ausnahmen sind gesondert zu analysieren.

Eine solche Theorie steht automatisch in einem Konkurrenzverhältnis zu vergleichbaren Theorien (insbesondere zu anderen Kunsttheorien): So kann die Theorie der künstlerischen Forschung 1 von der konkurrierenden Theorie 2, welche von anderen Prämissen ausgeht, in Teilen oder auch im Ganzen kritisiert werden und umgekehrt. Die w/k-Kernredaktion will eine kritische Pro-und-Contra-Diskussion in Gang bringen, in der bestimmte allgemeine kognitive Kriterien zur Geltung kommen wie z.B.: Stehen die theoretischen Thesen mit unstrittigen relevanten Tatsachen im Einklang? Ist die jeweilige Theorie in der Lage, bestimmte Phänomene besser, überzeugender zu erklären als konkurrierende Ansätze? Ist die theoretische Konstruktion in dieser oder jener Hinsicht fehlerhaft? Sind bezogen auf die Thesen und Argumente Präzisierungen möglich?

Aus den im vorangegangenen Beitrag zitierten Definitionen der künstlerischen Forschung geht hervor, dass einige Autorinnen der künstlerischen Forschung bestimmte Ziele und Leistungen zuschreiben. Viele dieser Aussagen betrachten wir bis auf Weiteres als theoretische Aussagen, die – zumindest in einigen Fällen – auf eine Theorie der künstlerischen Forschung hinauslaufen. Beispiele:

„Ziel der Forschung ist die Herstellung neuer Kunstwerke oder ästhetischer Prozesse, durch die die Künstler Forscher sind, oder anders gesagt: das Bild des Künstlers als Forscher herrscht.“ (Zitat 6)

Artistic Research könnte […] als künstlerische Recherche übersetzt werden, ohne einen Bedeutungsverlust zu erleiden.“ (Zitat 7)

Künstler forschen mit Wissenschaftlern, der Forschungsprozess verläuft im Team, die Ergebnisse sind Texte, Bilder, Klänge, Prozesse. […] Eine dieserart konzipierte Kunstforschung verbindet transdisziplinär die künstlerische Forschungspraxis mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden und verändert damit die soziale Praxis des Forschens selbst.“ (Zitat 8)

„Künstlerische Forschung ist bestrebt, in der und durch die Produktion von Kunst nicht nur zu dem künstlerischen Universum, sondern zu dem, was wir ‚wissen’ und ‚verstehen’, beizutragen.“ (Zitat 9)

Künstlerische Forschung trägt „zu der Zerstörung von Wissen und Wissensstrukturen, dem Aufbrechen von festgeschriebenen Wahrheiten und Grenzziehungen bei. Statt um eine Einübung in Wissen geht es ihr um Verlernen.“ (Zitat 10)

„Künstlerische Forschung ermöglicht es, sich mit dem ‚Anderen’ von Kunst und Forschung genauer auseinanderzusetzen – nicht mit dem, was ist, sondern mit dem, was sein könnte.“ (Zitat 11)

„Künstlerisches Denken und Handeln eignen sich hervorragend als Exzenter im Prozess für wissenschaftliche Erkenntnis: ‚Creativity is not a prisoner of arts‘.“ (Zitat 12)

Das „eigentlich Interessante an künstlerischer Forschung“ ist „die Möglichkeit eines Forschungsbegriffs, der nicht wissenschaftliche Forschung meint und dennoch den Anspruch auf Forschung (und das heißt Erkenntnissuche) erhebt“. (Zitat 13)

Zu Variante 2: Andere Wissenschaftlerinnen betrachten die künstlerische Forschung nicht als Theorie, sondern (nur) als Methode, und sie sind daran interessiert, diese Methodologie der künstlerischen Forschung in ihrer praktischen wissenschaftlichen Arbeit anzuwenden.

2013 hat die w/k-Chefredakteurin Anna-Sophie Jürgens zusammen mit dem Künstler Tassilo Tesche und anderen Doktoranden an der LMU München die Tagung LaborARTorium veranstaltet, aus der der Sammelband LaborARTorium: Forschung im Denkraum zwischen Wissenschaft und Kunst (veröffentlicht 2015 bei transcript) hervorgegangen ist. Was die Vorträge der Konferenz verband, wird in den Beiträgen des Buches detailliert – und anhand vieler konkreter Projekt-Vorstellungen – ausgeführt: die Diskussion um die Methoden der künstlerischen Forschung, in der Fragen der Theorie vielfach in den Hintergrund treten. Künstlerische Arbeiten werden beispielsweise in diesem Buch als Methode und Ergebnis der Beantwortung von Forschungsfragen untersucht.

„Nach Heidelberger ist die Methode der Naturwissenschaft mit dem Vorgehen des Experiments gleichzusetzen, so dass die Praxis die Methode definiert, die eine systematische ist, da sie zielgerichtet operiert […]. Spricht man in der Kunst demnach von Forschung als eine aus der Naturwissenschaft entlehnte Vorgehensweise, so muss die Aktion in der Kunst, die als systematisch gemäß der wissenschaftsanalogen Pragmatik charakterisiert wird, ebenfalls einer bewussten Methode folgen, die sich aus ihrer eigenen Praxis erschließt. Wie an diesem Beispiel zu beobachten ist, bildet sich dann die Methode in der Kunst auf der Grundlage der konzeptuellen Entscheidung des Künstlers für eine Vorgehensweise aus […].“[2]

Um beiden beschriebenen Varianten gerecht werden zu können, haben wir zwei Fragebögen für Wissenschaftler entwickelt, die nun vorgestellt werden.


Fragebogen für Vertreter von Variante 1


Fragenkomplex 1:

a) Was genau verstehen Sie unter Forschung, wenn Sie von künstlerischer Forschung sprechen?
b) Ziehen Sie theoretische und praktische Konsequenzen aus der Bestimmung der künstlerischen Tätigkeit als Forschung im erläuterten Sinn und wenn ja, welche? Die Antwort kann z.B. die folgende Form haben: Weil die künstlerische Tätigkeit als Forschung zu begreifen ist, gilt auch …

Fragenkomplex 2:

a) Falls Sie die künstlerische Tätigkeit als Erkenntnissuche besonderer Art im Sinne von Zitat 13 betrachten, was genau verstehen Sie hier unter Erkenntnis?
b) Welche Konsequenzen ziehen Sie aus der Bestimmung der künstlerischen Tätigkeit als Erkenntnissuche im erläuterten Sinn?

Fragenkomplex 3:

a) Betrachten Sie alle oder nur einige Künstlerinnen als künstlerische Forscherinnen?
b) Wenn Letzteres: Worin unterscheiden sich die forschenden von den anderen Künstlerinnen?

Fragenkomplex 4:

a) Von welchen anderen Theorien (insbesondere Kunsttheorien) grenzt Ihre Theorie der künstlerischen Forschung sich ab?
b) Welches sind die Hauptfehler dieser konkurrierenden Theorien, die Sie vermeiden wollen? Welches sind die Hauptargumente, die gegen diese Theorien sprechen?

Fragenkomplex 5:

a) Mit welchen anderen Theorien (insbesondere Kunsttheorien) steht Ihre Theorie der künstlerischen Forschung in einem Verwandtschaftsverhältnis?
b) Welche Thesen und Argumente dieser Theorien halten Sie für richtig?

Fragenkomplex 6:

a) Welches sind die zentralen Probleme, welche Ihre Theorie der künstlerischen Forschung lösen will?
b) Wie sehen die vorgeschlagenen Lösungen in den Hauptpunkten aus?
c) Welche Erkenntnisfortschritte hat die Theorie der künstlerischen Forschung erzielt?

Frage 7:

In welchem Verhältnis steht Ihre Theorie der künstlerischen Forschung zum Bologna-Prozess?

Fragenkomplex 8:

a) In welchem Verhältnis steht Ihre Theorie der künstlerischen Forschung zu denjenigen Künstlerinnen, welche sich dieser Richtung zuordnen: Soll eine theoretische Begründung für diese Kunstrichtung oder für einige ihrer Varianten geliefert werden?
b) Im positiven Fall: Beruht diese Begründung auf bestimmten normativen Prämissen und wenn ja, auf welchen?

Der Fragebogen soll dazu dienen, die Theorien der künstlerischen Forschung auf einfache Weise möglichst tiefgreifend, umfassend und zutreffend zu verstehen. Ein solches Verständnis betrachten wir als Voraussetzung einer sachlich ergiebigen kritischen Auseinandersetzung. Bezogen auf die auf Ebene 2 vertretenen Theorien besteht echter Diskussionsbedarf: Nachdem hinlänglich geklärt worden ist, welche Thesen eine bestimmte Theorie der künstlerischen Forschung vertritt und wie diese begründet werden, soll in der Diskussion mit anderen theoretischen Positionen herausgefunden werden, welchen wissenschaftlichen Wert diese Theorie besitzt, was sie leistet und welche kognitiven Defizite sie möglicherweise aufweist.


Fragebogen für Vertreter von Variante 2


Frage 1:

Beschreiben Sie diejenigen Methoden, die Sie als Methoden der künstlerischen Forschung begreifen. Geben Sie dabei auch Beispiele.

Frage 2: 

Worin unterscheiden sich diejenigen Wissenschaftlerinnen, welche die Methodologie der künstlerischen Forschung anwenden, von den anderen Wissenschaftlerinnen?

Fragenkomplex 3:

a) Von welchen anderen Konzepten grenzt sich Ihre Methodologie der künstlerischen Forschung ab?
b) Welches sind die Hauptfehler dieser konkurrierenden Methodologien, die Sie vermeiden wollen? Welches sind die Hauptargumente, die gegen diese Konzepte sprechen?

Fragenkomplex 4:

a) Mit welchen anderen Methodologien steht Ihre Methodologie der künstlerischen Forschung in einem Verwandtschaftsverhältnis?
b) Welche Thesen und Argumente dieser Methodologien halten Sie für richtig?

Frage 5:

In welchem Verhältnis steht Ihre Methodologie der künstlerischen Forschung zum Bologna-Prozess?

Fragenkomplex 6:

a) In welchem Verhältnis steht Ihre Methodologie der künstlerischen Forschung zu denjenigen Künstlerinnen, welche sich dieser Richtung zuordnen: Soll eine Begründung für diese Kunstrichtung oder für einige ihrer Varianten geliefert werden?
b) Im positiven Fall: Beruht diese Begründung auf bestimmten normativen Prämissen und wenn ja, auf welchen?

Die Veröffentlichung der Antworten auf den zweiten und den dritten Fragenkatalog soll, da diese umfangreicher als beim ersten Fragenkatalog ausfallen, einzeln erfolgen. Links zu weiteren Informationen können am Ende hinzugefügt werden. Die Form des Fragebogens wurde auch hier gewählt, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen. Durch mehrere Artikel dieser Art wird das weite Spektrum der Theorien und Methodologien der künstlerischen Forschung erkennbar.

Bezogen auf Ebene 2 sollen im Rahmen der geplanten Diskussion noch weitere Register gezogen werden:

  • Die w/k-Kernredaktion konfrontiert die jeweilige Theorie oder Methodologie der künstlerischen Forschung mit dem w/k-Programm, um Übereinstimmungen und Differenzen herauszuarbeiten. Auf diese Weise werden Möglichkeiten der Kooperation mit Vertretern dieser oder jener Theorie und Methodologie der künstlerischen Forschung ausgelotet.
  • Ist die Position einer Theorie oder Methodologie der künstlerischen Forschung durch die Beantwortung der Fragen weitgehend geklärt, so nimmt der w/k-Herausgeber Peter Tepe in einigen Fällen eine kritische Auseinandersetzung im Licht seiner „Kunst und Wissenschaft“-Theorie vor.
  • Den Vertreterinnen der Theorien der künstlerischen Forschung stehen natürlich dieselben Optionen zur Verfügung: Sie können sich kritisch mit dem w/k-Konzept und Tepes „Kunst und Wissenschaft“-Theorie auseinandersetzen.
  • Vertreter anderer Kunsttheorien können sich ebenfalls in die Debatte einschalten.

Es kann losgehen.

Beitragsbild über dem Text: artistic research questions (2020). Illustration: Till Bödeker.


[1] Mitgemeint sind stets alle Geschlechter. Das gilt auch für alle vergleichbaren Formulierungen.

[2] Nicole Vennemann: Performativität zwischen Wissenschaft und Kunst: Das künstlerische Experiment als wissenschaftsanaloge Pragmatik. In: Anna-Sophie Jürgens und Tassilo Tesche (Hrsg.): LaborARToriumForschung im Denkraum zwischen Wissenschaft und Kunst. Bielefeld 2015, S. 91–104, hier S. 95.

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